KSG investiert in Barsinghausen 14,5 Millionen Euro
Grundsteinlegung für 56 neue Wohnungen am Bahnhof


Barsinghausen. Im Beisein von Herrn Regionspräsidenten Hauke Jagau und Herrn
Marc Lahmann, 1. Stadtrat, hat die KSG Kreissiedlungsgesellschaft Hannover heute den Grundstein für 56 Wohnungen sowie ein Bürogebäude in Barsinghausen, Berliner Straße
7, 7 a, 7 b, 9, 9 a, 9 b und 11 gelegt. Insgesamt investiert die Gesellschaft hier rund
14,5 Millionen Euro.
Es ist das größte Neubauvorhaben des Unternehmens in den vergangenen Jahren.
Die ersten Bewohner können voraussichtlich in 11 Monaten einziehen.

Herr Jagau und Herr Lahmann lobten das Engagement des Wohnungsunternehmens:
„An einer bevorzugten Stelle, direkt am S-Bahn-Haltepunkt, wird die KSG mit den Neubauten maßgeblich zu einer Aufwertung des Stadtbildes beitragen.“

Die Vorgeschichte

Am 8. Oktober 2010 hatte die KSG von der Eigentümer-Familie Widdel das ehemalige Raiffeisengelände am Bahnhof gekauft. Das Grundstück ist insgesamt 10.300 m² groß.
Auf ca. 9.000 m² entstehen Wohnhäuser, eine Teilfläche von 1.300 m² ist für das neue Bürogebäude vorgesehen. Für die geplanten Baulichkeiten wurde der Bauantrag am
29. November 2010 gestellt. Schon am 11. März 2011 konnte KSG-Geschäftsführer
Hans-Herbert Kruse die Baugenehmigungen von der Fachbereichsleiterin der Stadt
Barsinghausen Frau Kirsten De Veer entgegennehmen.

Die grundbuchliche Umschreibung des Objektes verzögerte sich erheblich, da die Berechtigung verschiedener Grundstücksbelastungen, die teilweise aus dem 19. Jh. stammten, erst geklärt werden mussten. Seit dem 16. Juni 2011 ist die KSG auch eingetragene Eigentümerin im Grundbuch. Derzeit werden für jeden Bauabschnitt Grundstücksteilflächen neu vermessen.

Die Wohnhäuser

Die auf dem Grundstück aufgeschütteten Bodenmassen sind nicht ausreichend verdichtet,
so dass für die Neubauten eine aufwendige Pfahlgründung notwendig wird.

Geplant sind sechs Gebäude in aufgelockerter Bauweise mit insgesamt 56 Wohneinheiten.
Es kommen 3 Haustypen zur Ausführung:

2 Stadthäuser mit jeweils 15 Wohnungen = insgesamt 30 WE, davon
14 x 2-Zimmer-Wohnungen mit 57 bis 60 m² Wohnfläche
16 x 3-4-Zimmer-Wohnungen mit 101 bis 114 m² Wohnfläche.

2 Stadtvillen mit jeweils 6 Wohnungen = insgesamt 12 WE, davon
8 x 3-Zimmer-Wohnungen mit 82 bis 92 m² Wohnfläche und
4 x 4-Zimmer-Wohnungen mit 103 bis 107 m² Wohnfläche.

2 Stadtvillen mit jeweils 7 Wohnungen = insgesamt 14 WE, davon
2 x 2-Zimmer-Wohnungen mit 50 m² Wohnfläche und
8 x 3-Zimmer-Wohnungen mit 81 bis 89 m² Wohnfläche und
4 x 4-Zimmer-Wohnungen mit 98 bis 103 m² Wohnfläche.

Alle Häuser werden in Niedrigenergiebauweise erstellt und den KfW-Standard
„Effizienzhaus 70“ erfüllen. Jedes Gebäude erhält einen Aufzug; somit sind alle Wohnungen barrierefrei erreichbar. Auch innerhalb der Wohnungen befinden sich keinerlei Schwellen.
Bei der Innenausstattung wird die KSG mit Parkettfußböden sowie hochwertigen Fliesen und Sanitärobjekten erneut qualitative Maßstäbe setzen.

Zu den Wohnungen gehören 24 Garagen, über 50 Stellplätze und 16 Nebengebäude für die Unterbringung von Fahrrädern, Kinderwagen oder Gehhilfen.

Die einzelnen Bauleistungen wurden in den letzten Wochen ausgeschrieben. Leider sind gegenüber der Vorkalkulation erhebliche Preissteigerungen festzustellen. Hans-Herbert Kruse führt dies auf die stark gestiegene Nachfrage, insbesondere für energiesparende Baumaßnahmen, zurück. „Für einige Gewerke war es schwierig, überhaupt Angebote zu erhalten.“ Er ist sich dennoch sicher, modernes Wohnen zu moderaten Preisen anbieten zu können. Die Wohnungen werden teilweise als Eigentumswohnungen vermarktet, teilweise vermietet. 2-Zimmer-Wohnungen werden schon ab ca. 120.000,00 Euro und größere Wohnungen ab 195.000,00 Euro zu erwerben sein.

Für die geplanten Mietwohnungen werden Nettomieten ab ca. 7,25 Euro pro m² Wohnfläche kalkuliert. Die Gesamtwohnkosten werden aufgrund geringer Heizkosten nicht viel höher als bei modernisierten Altbauten sein.

Das Bürogebäude

An der Spitze zwischen Berliner Straße und Stollenbachweg wird die KSG ein Bürohaus errichten. Es verfügt auf drei Etagen über 1.340 m² Nutzfläche. Eine Aufteilung in mehrere Einheiten zwischen 80 und 1.200 m² ist möglich. Im Erdgeschoss soll auch ein Kundencenter der KSG eingerichtet werden. Zu dem Gebäude gehören ca. 30 teils überdachte Stellplätze.
Die Detailplanungen sowie die Ausschreibungen der Bauleistungen sollen nunmehr in Angriff genommen werden.

Die KSG

Die Wohnungsgesellschaft verfügt über einen Gesamtbestand von 7.583 Wohnungen,
davon 251 in Barsinghausen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen mit Sitz in Laatzen insgesamt mehr als 15 Millionen Euro in die Modernisierung ihres Wohnungsbestandes investiert. Daneben weitet die KSG die Neubautätigkeit aus. Geplant sind im Programm
2011/2012 mehr als 100 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Einfamilienhäuser. Investitionssumme: rund 25 Millionen Euro.

23. Juni 2011