„Junkernhof“ in Uetze, Pestalozzistr. 22, 22 A, 22 B,
Baumpflanzung am 10. November 2011


Der Junkernhof

Herzog August von Celle errichtete 1634/35 für seine drei Söhne aus der nichtehelichen Verbindung mit Ilse Schmidichen auf dem damaligen Rittergutsgelände einen Neubau, das heutige Herrenhaus. Später – nämlich 1722 – entstand auf dem Hof das Kutscherhaus und 1750 die Scheune. Die gemeinsamen Söhne von August und Ilse wurden von Kaiser Ferdinand in den Adelsstand erhoben und hießen fortan „von Lüneburg“.

Das Gut blieb bis 1948 im Besitz dieser Adelsfamilie und wurde sodann der Familie von Reden vererbt. Zum 1. August 1990 erwarb die KSG das Anwesen.

Das Herrenhaus wurde zwischen 1996 und 2000 umfassend renoviert. Das Kutscherhaus wurde 1997 vollständig umgebaut, es entstanden hier vier Wohnungen mit rd. 300 m² Wohnfläche. Der Umbau der Scheune in sechs Wohnungen mit rd. 470 m² Wohnfläche wurde im Sommer 2000 abgeschlossen. Insgesamt investierte die KSG auf dem Gutsgelände seinerzeit rd. 1,8 Mio. €.

Die Parkanlage

Das ehemalige Herrenhaus und die beiden Nebengebäude werden auch heute noch von einem charaktervollen Hof umschlossen. Besonderes Merkmal ist die repräsentative Hofzufahrt, die typischerweise ein Baum bestandenes Rondell umschließt.

Dieses Rondell war mit zwei alten Trauerweiden bepflanzt. Im Rahmen der jährlichen Baumkontrolle wurde festgestellt, dass diese Weiden nicht mehr standsicher waren. Ihre Fällung erfolgte im Frühjahr 2011.

Zur Erhaltung des ursprünglichen Charakters der Anlage ist eine Ersatzpflanzung selbstverständlich. Die erneute Verwendung von Weiden verbot sich an dieser Stelle, da es sich bei diesen Bäumen um keine typische Art für die innerörtliche Lage oder eine derart
repräsentative Anlage handelt. Außerdem sind Weiden sehr windbruchgefährdet.

Die Wahl fiel deshalb auf eine Winterlinde, einen markanten Baum für das dörfliche Umfeld und diesen für das Ortsbild wichtigen Standort. Die Winterlinde zeichnet sich aus durch besonders schöne Herbstfärbung, keine Anfälligkeit für Windbruch sowie das Fehlen von Früchten, die einen erhöhten Pflegeaufwand im Herbst nach sich ziehen würden. Da die Linde auf der Rasenfläche steht, wo keine Fahrzeuge abgestellt werden, stellt auch der typische zu erwartende „Honigtau“ kein Problem dar.

Mit einer Endhöhe von ca. 20 m wird die Winterlinde die gleiche Größe wie die beiden gefällten Trauerweiden erreichen. So wird sie einerseits eine ausreichende Raumwirkung für die Hofanlage entwickeln, andererseits die Wohnungen auf dem Junkernhof nicht beeinträchtigen.