KSG investiert 45 Millionen Euro in Neubauten und Modernisierungen/
Erster Sozialbericht vorgelegt
„Wir bieten gutes und sicheres Wohnen!“


Laatzen. Die KSG Kreissiedlungsgesellschaft Hannover bleibt auf der Erfolgsspur.
Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Wohnungsunternehmen einen Rekordüberschuss von rund 3,5 Millionen Euro; 2009 waren es knapp 3,2 Millionen Euro.
Eine Million Euro wird als Dividende an die 24 Gesellschafter ausgeschüttet.
Für die Region Hannover als größte Anteilseignerin bedeutet dies eine Einnahme von rund einer viertel Million Euro.

Modernisierung

Die Verbesserung des Gewinns ging nicht zu Lasten notwendiger Ausgaben für die Bestandserhaltung. Wie schon in den Vorjahren investierte die KSG für Instandhaltung und Modernisierung (u.a. Balkone, Fassaden, Dächer, Heizanlagen) mehr als 15,5 Millionen Euro. „Das sind 34 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche“, betonte KSG-Geschäftsführer Hans-Herbert Kruse. Zum Vergleich: In Pressemeldungen wurde zuletzt immer wieder berichtet, dass der auch in der Region Hannover tätige Wohnungskonzern GAGFAH etwa sechs Euro pro Quadratmeter aufwendet. Der Aufsichtsratsvorsitzende der KSG Regionspräsident Hauke Jagau erklärte hierzu: „An dieser Stelle wird deutlich, wer nachhaltig und im Sinne der Mieter für gutes und sicheres Wohnen sorgt und wer nur auf schnelle Rendite aus ist.“
Durch die überdurchschnittlich hohen Aufwendungen sichert die KSG 340 Arbeitsplätze in Handwerksbetrieben der Region Hannover.

Miete

Bei einem Bestand von 7.583 Wohnungen hat die KSG eine durchschnittliche Quadratmetermiete von 5,09 (2009: 5,01) Euro erhoben. Die meisten Wohnungen liegen innerhalb der beim neuen Mietspiegel ermittelten Mietgrenzen. Mittelfristig könnten diese Grenzen hier und da überschritten werden, weil sich die Modernisierungsaufwendungen auf die Miethöhe auswirkten, kündigte Kruse an.

Aktuelle Projekte

In Langenhagen-Wiesenau wertet die KSG die Ortsmitte auf. Dazu werden bis 2013 insgesamt 14 Häuser mit 77 Wohnungen abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Geplant sind 90 moderne Wohnungen und Reihenhäuser.

In Pattensen werden 21 ebenfalls nicht mehr sanierungsfähige Wohnungen abgerissen.
An ihrer Stelle baut die KSG 24 neue Wohnungen. Die Wohnfläche vergrößert sich um 500 auf 1.354 Quadratmeter.

In Barsinghausen begannen im Juli die Bauarbeiten für ein umfangreiches Neubauvorhaben, das sechs Wohnhäuser mit insgesamt 56 Wohnungen und ein Bürogebäude umfasst.
„Die Nachfrage nach den Miet- und Eigentumswohnungen ist schon jetzt außergewöhnlich gut“, teilte Hans-Herbert Kruse mit.

Weitere Projekte sind u.a. vier Stadtvillen in Alt-Laatzen, der Wiederaufbau des Linnehofes in Hemmingen sowie Wohnungen und Eigenheime in Wennigsen, Gehrden und Hannover-Bemerode.

In den vergangenen Jahren hat die KSG an sieben Standorten im ehemaligen Landkreis Kindertagesstätten errichtet. Der Clou dabei: Sollten die Kitas nicht mehr benötigt werden, lassen sich die Gebäude leicht zu separaten Reihenhäusern umbauen. Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Objekte in Lehrte und in Wunstorf folgen.

Insgesamt wickelt die KSG zurzeit ein Neubauvolumen von 30 Millionen Euro ab.

Erster KSG-Sozialbericht

Neben der rein finanzwirtschaftlichen Rendite, die sich unmittelbar in der ausgeschütteten Dividende ausdrückt, erwirtschaftet die KSG auch noch eine soziale Rendite. Dies hat eine Studie ergeben, die der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen/Bremen im Auftrag der Kreissiedlungsgesellschaft erstellt hat.
„Die Studie weist nach, dass die KSG mit ihrer Arbeit nicht nur monetäre Vorteile für ihre Gesellschafter, sondern auch soziale, stadtwirtschaftliche und ökologische Wirkungen erzielt“, erläuterte Hans-Herbert Kruse. Obwohl diese Effekte nicht ohne Weiteres in Euro und Cent auszudrücken sind, wurde genau dies analysiert: Welchen Wert hat ein Mieterfest?
Kann man die Vorteile sozialer Wohnprojekte oder einer engagierten Präventionsarbeit beziffern? Wie ist die umfangreiche Unterstützung von Sportvereinen und kulturellen Veranstaltungen einzuschätzen? Schlägt die Auftragsvergabe insbesondere an Handwerksunternehmen aus der Region positiv zu Buche? Regionspräsident Jagau:
„Mit dieser Untersuchung wollen wir darstellen, dass die KSG mit ihrer nachhaltigen und sozial verantwortungsvollen Unternehmensstrategie für ihre Gesellschafter mehr erwirtschaftet als nur eine Dividende.“ In der Tat kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass neben der Dividende von einer Million Euro eine Sozialrendite von 1,785 Millionen Euro steht.


KSG in Zahlen:
Gründungsdatum: 30. März 1949
Wohnungsbestand: 7.583
Garagen: 1.711
Gewerberäume: 58
Verwaltete Wohnungen: 865
Größte Gesellschafter: Region Hannover (25,1 %), Stadt Langenhagen (24,9 %)
Umsatz 2010: 41,44 Millionen Euro (2009: 39,3 Millionen Euro)
Investitionen für Modernisierung und Instandhaltung 2010: 15,5 Millionen Euro
Bilanzsumme 2010: 177 Millionen Euro (2009: 175,4 Millionen Euro)