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Langenhagen. Wiesenau wird herausgeputzt. Dafür verpasst die KSG Kreissiedlungs-gesellschaft dem Langenhagener Ortsteil eine kräftige Schönheitsoperation. Die Vorarbeiten für den ersten Bauabschnitt sind jetzt fast abgeschlossen. Im Dezember rücken die Baukolonnen an, um mit der Errichtung von 24 Neubauwohnungen zu beginnen. „Wir liegen im Zeitplan. In den nächsten zwei Jahren wollen wir insgesamt 90 Wohnungen und drei Ladengeschäfte fertigstellen und damit den Wohnstandort Wiesenau nachhaltig aufwerten“, betonte KSG-Geschäftsführer Hans-Herbert Kruse am Dienstag bei einem Besuch in Wiesenau gegenüber Vertretern der Stadt Langenhagen und einigen Bewohnern des Ortsteils. Gemeinsam mit Bürgermeister Friedhelm Fischer enthüllte Kruse ein Bauschild, auf dem die neue Bebauung schon vorempfunden wird.
Die KSG besitzt 560 Wohnungen in dem Langenhagener Ortsteil. Ein großer Teil davon stammt aus der Wiederaufbauzeit nach dem Krieg. Die Bausubstanz und teilweise auch die Wohnungsgrundrisse entsprechen bei einigen Häusern nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Hinzu kommen die immer strengeren Anforderungen durch die Politik an den energetischen Zustand von Wohnhäusern. Die Bestimmungen lassen bei vielen Objekten eine kostenmäßig vertretbare Sanierung nicht mehr zu. Hier ist es vielfach günstiger, Häuser abzureißen und neu zu bauen“, sagte Kruse.
Die Neue Quartiersmitte rund um die Freiligrathstraße wird in zwei Jahren nicht wiederzuerkennen sein. In drei Bauabschnitten werden 14 Häuser mit insgesamt
77 Wohnungen abgerissen, die nicht mehr zeitgemäß modernisiert werden können.
Die KSG sorgt auf den freiwerdenden Grundstücken aber für qualitativ hochwertigen Ersatz. Wohnungen mit großzügigen Grundrissen, Balkonen und einem lückenlosen energetischen Gesamtkonzept, dazu gepflegte Außenanlagen und bei den meisten Häusern eine Aufzugsanlage, damit die Wohnungen barrierefrei erreicht werden können Wohnen in Wiesenau macht wieder Spaß.
Im ersten Bauabschnitt wurden zunächst fünf Häuser in der Liebigstraße und der Freiligrathstraße abgerissen. An ihre Stelle baut die KSG 24 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit bis zu 96 Quadratmetern Wohnfläche. In zwei folgenden Bauabschnitten werden weitere 9 Häuser abgerissen und als Ersatz 60 Mietwohnungen sowie
6 Reihenhäuser und 3 kleine Läden neu erstellt. In allen Bauabschnitten vertraut das Wohnungsunternehmen renommierten Planungs- und Architekturbüros, der Planungsgemeinschaft Nord aus Rotenburg/Wümme sowie den hannoverschen
Büros agsta Dr. Schulte sowie Jabusch + Schneider.
Für die Gesamtmaßnahme investiert die KSG Kreissiedlungsgesellschaft rund elf Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, wie der Geschäftsführer versicherte: „Wiesenau wird einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Wir haben die Bewohner ausführlich über unsere Pläne informiert. Bürgermeister Fischer zeigte sich hocherfreut über das Engagement der KSG.
Er betonte, dass der Rückhalt bei den meisten Menschen in Wiesenau enorm ist. „Mit ihrer Rückendeckung wird die Neue Quartiersmitte ein voller Erfolg werden.“
Die KSG verfügt über einen Gesamtbestand von 7.591 Wohnungen, darunter 1.898 in Langenhagen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen mit Sitz in Laatzen insgesamt mehr als 15 Millionen Euro investiert. Auch 2010 liegt das Hauptaugenmerk des Wohnungs-unternehmens in der Sanierung des Bestandes. Für Instandhaltung und Modernisierung sind in diesem Jahr Ausgaben in Höhe von mehr als 15 Millionen Euro eingeplant. Daneben weitet die KSG die Neubautätigkeit aus. Geplant sind im Programm 2010/2011 mehr als 100 Miet- und Eigentumswohnungen sowie neun Einfamilienhäuser. Investitionssumme: rund 20 Millionen Euro.
9. November 2010
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