Lauter Abenteuer!

Abenteuer kann man auf vielfältige Weise und an unterschiedlichen Orten erleben – ob in der Natur, in der Stadt, beim Sport oder auch Zuhause. Hauptsache man bleibt neugierig.      


Abenteuer im Alltag  Vier Wochen lang beim Essengehen in verschiedenen Lokalen immer die Nummer 21 auf der Speisekarte bestellen, statt wie gewohnt links aus der Haustür, mal nach rechts gehen, in eine andere U-Bahnlinie einsteigen, als in die immer gleiche – auch der Alltag kann voller Abenteuer sein. Man muss sich nur darauf ein- und die Gewohnheit außen vor lassen. Gibt es Straßen, durch die man noch nie gegangen ist? Läden, die man noch nie betreten hat oder Aktivitäten, die man sich noch nie zugetraut hat? Zum Beispiel die Welt über Kopf betrachten? Dann los – ausprobieren. Schon klopft das Abenteuer an die Tür!


Glühwürmchen beobachten  Im Juni fliegen sie wieder – die Glühwürmchen. Zwischen Juni und Juli schwärmen die Tierchen nachts vermehrt aus. Man findet sie an Waldrändern und Gebüschen, in Wiesen, Gärten und Parks. Ideal ist es, wenn Gewässer in der Nähe sind. Das Leuchten entsteht durch die Zersetzung einer bestimmten Carbonsäure. Es dient den Weibchen dazu, ein Männchen anzulocken. Streift man nachts durch Wald und Flur, hat es etwas Mystisches, sieht man vor sich die kleinen Lichter tanzen. Fast ein märchenhaftes Abenteuer – direkt in der Region.

Buchtipp  Abenteuer finden sich direkt vor der Haustür. Davon ist Buchautor und Motivationstrainer Christo Foerster überzeugt. Es muss eben nicht die Trekkingtour über die Alpen sein, um ein Abenteuer zu erleben. Eine Nachtwanderung durch die  benachbarten Wiesen und Felder kann auch ein Erlebnis sein, weil sie als etwas völlig Neues wahrgenommen wird. Oder wie wäre es mit einem Tagesausflug dorthin, wo man noch nie gewesen ist? Hauptsache man verlässt seine Komfortzone und ausgetretene Pfade, dann kann man fast überall in der Nähe Abenteuer finden. Mikroabenteuer von Christo Foerster, im Verlag HarperCollins erschienen, 276 Seiten, 9,99 Euro.


Flora Incognita  Wie heißen eigentlich die unzähligen Gewächse, Blumen und Kräuter, die am Wegesrand sprießen? Viele von ihnen hat man schon einmal gesehen, doch der Name ist meistens unbekannt. Mit der App „Flora Incognita“ gehören florale Wissenslücken der Vergangenheit an. Nimmt man ein Foto der Blüte oder des Blattes der Pflanze auf, die man bestimmen will, zeigt die App sekundenschnell den Namen des Gewächses an. Zusätzlich dazu gibt es einen Pflanzensteckbrief und Informationen zu Merkmalen, Verbreitung und Schutzstatus. Mehr als 4.800 Pflanzen aus Mitteleuropa sind hinterlegt. Die App ist erhältlich für Iphone und Android und ist kostenlos (Stand März 2020).


Anders Radfahren  Ein Fahrrad besteht aus Rahmen, Pedalen, Gabel, Sattel, zwei Rädern und Lenker, ist doch logisch! Dass das nicht immer so ist, beweisen die Macher der Fahrradwerkstatt von ProBeruf. Bei den von den Tüftlern entwickelten Spaßfahrrädern ist nämlich einiges anders: Statt Lenker gibt es ein Autolenkrad, statt Gepäckträger einen Seitenwagen, statt Sattel einen bequemen Schalensessel. Es gibt sogar Spaßräder, die fahren gar nicht in die Richtung, in die man will. Klar, dass diese Fahrräder nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind. Ausprobieren ist deshalb nur auf Privatgrundstücken erlaubt. Ausleihen kann man die Räder bei ProBeruf. Mehr Infos: www.pro-beruf.de


Dialog 85 - Mai 2020